Aktuelles ursprünglich

Auf der Seite “Aktuelles” tragen wir für euch aktuelle Artikel, Informationen und Materialien zum Thema Gleichstellung in der Wissenschaft zusammen. Von Zeit zu Zeit stellen wir euch auch herausragende Frauen vor, empfehlen Bücher oder berichten über Veranstaltungen.

Wir freuen uns immer über Vorschläge, Rückmeldungen, Lob und Kritik per Mail oder die Kommentarfunktion.

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Der Bundestag hat aufgrund der Corona-Pandemie die gesetzlichen Befristungsregeln gelockert. Hochschulen und Wissenschaftsinstitute dürfen Zeitverträge mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern um sechs Monate verlängern, müssen das aber nicht tun. Mehr Infos gibts im unten verlinkten Artikel.

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"Die Gender-Mediathek ist ein kollaboratives Projekt, das Dozent*innen, Trainer*innen, Multiplikator*innen und Interessierten auf der Suche nach feministischen und geschlechterbezogenen audiovisuellen Lehr- und Lernmaterialien unterstützt. [...] Sie finden hier audiovisuelle Medien zu feministischen und geschlechterpolitischen Themen, die über Volltext- oder Schlagwortsuche und Filterfunktionen gefunden werden können."

Die Gender-Mediathek ist ein kollaboratives Projekt vom Gunda-Werner-Institut, der Heinrich-Böll-Stiftung sowie den 16 Landesstiftungen der Heinrich-Böll-Stiftung.

Aktuell steht das Thema “Antifeminismus” im Fokus.

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Häusliche Gewalt zu Zeiten der Corona-Krise

Das Gleichstellungsbüro der Universität Stuttgart hat Informationen zum Schutz vor häuslicher Gewalt zusammengefasst und an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitergeleitet. Wir danken der Gleichstellungsbeauftragten Frau Professorin Nicole Radde für die Genehmigung der Veröffentlichung:

“Die Corona-Krise stellt uns alle vor besondere Herausforderungen, nicht nur beruflich sondern vielfach auch privat. Ausgehbeschränkungen, Sorgen um die Gesundheit, Existenzängste und ein Zusammenleben in Familie oder Partnerschaft dauerhaft auf engstem Raum: Angesichts dieser Situation befürchten Expertinnen und Experten eine Zunahme von Fällen häuslicher Gewalt.

Häusliche Gewalt betrifft alle Bildungs- und Einkommensschichten gleichermaßen. Sie existiert in allen Altersgruppen, Nationalitäten, Religionen und Kulturen. Kennzeichnend für häusliche Gewalt ist, dass sie alle Formen physischer, sexueller und/oder psychischer Gewalt zwischen Personen umfasst, die in häuslicher Gemeinschaft zusammenleben, unabhängig davon, in welcher Beziehung sie zueinander stehen. In der überwiegenden Zahl der Fälle sind Frauen die Opfer, häusliche Gewalt kann sich aber auch gegen Kinder und Jugendliche richten, und auch Männer können von häuslicher Gewalt betroffen sein.

Gerade in einer Zeit wie dieser, in der die Betroffenen noch weniger Möglichkeiten haben, sich der Gewalt durch „aus dem Weg-Gehen“ zu entziehen oder sich Personen ihres Vertrauens außerhalb des eigenen Haushalts anzuvertrauen, sind niederschwellig erreichbare Hilfestrukturen wichtig. Unter folgenden Adressen erhalten Sie anonym, vertraulich und kostenfrei Rat und Unterstützung, wenn Sie selbst von häuslicher Gewalt betroffen sind oder sich um Personen Sorgen machen, die betroffen sein könnten:

●  Betroffene Frauen oder Personen, die sich um solche Sorgen machen, können sich rund um die Uhr (auch anonym) an das „Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen“ (https://www.hilfetelefon.de/, Beratung per Chat oder E-Mail sowie telefonisch unter 08000 116 016 – kostenfrei, Beratung in 17 Sprachen sowie in Deutscher Gebärdensprache) wenden;

●  Kinder und Jugendliche erhalten (auch anonym) Beratung und Hilfe unter der „Nummer gegen Kummer“ (https://www.nummergegenkummer.de/kinder-und-jugendtelefon.html, Beratung per Chat oder E-Mail sowie telefonisch unter 116 111 – kostenfrei, montags bis samstags von 14 -20 Uhr);

●  Eltern, die sich überfordert oder sogar hilflos fühlen, können (auch anonym) über das Elterntelefon (https://www.nummergegenkummer.de/elterntelefon.html, Telefonberatung unter 0800 111 0550 – kostenfrei, montags bis freitags von 9 – 11 Uhr und dienstags und donnerstags von 17 – 19 Uhr) mit erfahrenen Beraterinnen und Beratern Kontakt aufnehmen;

●  auch bei Opferhilfeorganisationen, z. B. WEISSER RING e.V. (https://weisser-ring.de/, Beratung online per E-Mail oder über das Opfertelefon des Weissen Ring e.V. unter 116 006 – kostenfrei), erhalten Sie Unterstützung.

Häusliche Gewalt ist keine Privatsache, und fast alle Formen häuslicher Gewalt können mit strafbaren Handlungen verbunden sein. Bitte schauen Sie deshalb nicht weg, wenn Sie in Ihrem Umfeld mit häuslicher Gewalt konfrontiert werden. Lassen Sie sich beraten, wie Sie den Betroffenen helfen können, und bieten Sie Ihre Hilfe an.

Bei akuter Bedrohung können Sie sich auch jederzeit an die Polizei wenden: wählen Sie den Notruf 110! Die Polizei wird alles Erforderliche tun, um Sie bzw. die Betroffenen zu schützen. Weitere Informationen finden Sie auch unter https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/haeusliche-gewalt/.”

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