Care-Arbeit

Care-Arbeit bedeutet, sich um Menschen und Dinge zu kümmern, sich sorgen. Besonders Frauen leisten aufgrund tief verankerter traditioneller Vorstellungen noch immer den Großteil der Care-Arbeit unbezahlt.

Sie kümmern sich überwiegend um den Haushalt, um die Kinder und um die Pflege von Angehörigen. Männer hingegen gehen weiter ihrer Vollzeitbeschäftigung nach und leisten, wenn überhaupt, nur einen geringen Anteil an Care-Arbeit. Der zunehmende Wandel von Familienmodellen über traditionelle Strukturen hinaus verlangt jedoch ein Neudenken und ein Umverteilen. Problematisch dabei ist, dass Care-Arbeit dabei besonders an Migrantinnen aus ärmeren Verhältnissen „ausgelagert“ wird.

(Vgl. Quelle: https://www.bpb.de/politik/innenpolitik/care-arbeit/)    

Gerade für Wissenschaftlerinnen mit Kind(ern) schreibt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst regelmäßg das Brigitte-Schlieben-Lange-Programm für Wissenschaftlerinnen mit Kind aus. Mehr Informationen zum Brigitte-Schlieben-Lange-Programm gibt es hier

Gender Pay Gap

Wer eine Familie zu versorgen hat, braucht Geld. Frauen werden schlechter bezahlt und haben meist das geringere monatliche Einkommen. Der Gender Pay Gap bezeichnet die Differenz, die Frauen weniger verdienen als Männer. Dieser liegt seit Jahren konstant bei durchschnittlich 21 %. Das hat zur Folge, dass sich Paare meist dafür entscheiden, dass derjenige, der der mehr verdient, weiter in Vollzeit arbeitet. Und das ist in den allermeisten Fällen der Mann. Die Folge ist: Frauen gehen häufiger in Teilzeit oder bleiben ganz zu Hause, übernehmen die Pflege von Angehörigen, kümmern sich um den Haushalt und betreuen ihr(e) Kind(er).


Verdienstabstand berufstätiger Mütter
Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/3261/umfrage/gender-pay-gap-in-deutschland/

Gender Pay Gap
Quelle: https://www.gleichstellungsbericht.de/gutachten2gleichstellungsbericht.pdf

Work-Life-Balance

Care-Arbeit bedeutet auch, auf sich selbst zu achten. Besonders Frauen mit Kind(ern) stehen unter einer hohen Belastung, wenn sie Teilzeit oder sogar Vollzeit arbeiten. Die eigene Gesundheit und Erholung ist aufgrund des Umfangs der Sorgearbeit für Haushalt, Kinder und Partnerschaft oft an hinterer Stelle.