Buchtipp: Die Mutter der Erfindung – Innovationen aus einem weiblichen Blickwinkel betrachtet

Innovationen aus einem weiblichen Blickwinkel betrachtet

Was haben Bilder und Ideen von Männlichkeit und Weiblichkeit mit neuen Innovationen und ihren Entwicklungen zu tun?

Viel, so erklärt die schwedische Journalistin und Autorin Katrin Marçal in ihrem Buch „Die Mutter der Erfindung: Wie in einer Welt für Männer gute Ideen ignoriert werden.“ Die Autorin dieses erfrischenden Sachbuchs, das in der aktuellen Die Zeit auf der Sachbuchbestenliste für Juli/August auf Platz 5 landete, wirft einen amüsanten und doch ernsthaften Blick zurück auf männliche/weibliche Konnotationen früherer Erfindungen. Ein Koffer zum Rollen? Viel zu weiblich, der starke Herr trägt selbstverständlich mühelos das Gepäck. Ein Auto ohne schwergängige Handkurbel? Das erste Elektroauto war als feminin verschrien. Heute jedoch: Autos gelten weiterhin oftmals als männlich konnotiert – nun eben die Elektroautos, sie wurden schlicht von Männern übernommen, als es in den Markt passte. Mit solchen Beispielen leistet Marçal einen wichtigen Beitrag zur Umschreibung der Geschichte der Innovationen. Zudem richtet sie den Blick in die Zukunft – mit Themen der Digitalisierung, der Erziehung unserer Töchter und Söhne, und dem Ruf nach einer neuen Aufteilung der Welt.

Das Fazit? Geschlechterstereotype verhindern Innovation – so fasst es Deutschlandfunk sehr treffend in der kurzen Audiorezension zu „Die Mutter der Erfindung“ zusammen.

Das Buch ist eine lesenswerte Lektüre, zum Beispiel an heißen Sommertagen, an denen frau eher von kühlenden Erfindungen träumt. Aber für ein wenig weibliche Inspiration ist es sicher nicht zu warm.

 

Quellen (zuletzt abgerufen am 08.07.2022):

https://www.deutschlandfunk.de/katrine-mar-al-die-mutter-der-erfindung-dlf-675bf943-100.html

https://www.rowohlt.de/buch/katrine-marcal-die-mutter-der-erfindung-9783737101424

https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/katrine-macal-die-mutter-der-erfindung-100.html

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