25. November: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat viele Gesichter. Sie reicht von Beleidigungen und Bedrohungen über Hate Speech im Internet bis hin zu Mord. Sie kann im Privaten, im Arbeitsumfeld oder der Öffentlichkeit geschehen. Manchmal ist sie im Verborgenen und manchmal wird sie offen “ausgeführt”.

#JedenDrittenTag: Jeden dritten Tag stirbt eine Frau durch Gewalt ihres Partners oder Ex-Partners – in Deutschland. ​

Der 25. November ist seit der 83. Plenarsitzung der UN-Generalversammlung am 17. Dezember 1999 der offizielle “Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen”. Damals zeigte sich die Generalversammlung „beunruhigt darüber, dass Frauen nicht in den vollen Genuss ihrer Menschenrechte und Grundfreiheiten kommen, und besorgt darüber, dass es nach wie vor nicht gelungen ist, diese Rechte und Freiheiten im Falle von Gewalt gegen Frauen zu schützen und zu fördern“. Jedes Jahr soll mit dem internationalen Gedenktag das öffentliche Interesse auf die Gewalt gegen Frauen ud Mädchen gelenkt werden und Strategien zur Bekämpfung in den Mittelpunkt rücken.

Hintergrund für die offizielle Initiierung des Aktionstages 1999 durch die Vereinten Nationen (Resolution 54/134) war die Entführung, Vergewaltigung und Folterung dreier Schwestern und ihre Ermordung im Jahr 1960. Die Schwestern Mirabal waren in der Dominikanischen Republik durch Militärangehörige des damaligen Diktators Rafael Trujillo verschleppt worden.

Heute veranstalten viele Organisationen und Einrichtungen an diesem Tag Aktionen, um die Gewalt an Frauen und Mädchen weltweit zu stoppen. Leider nimmt die Gewalt gegen Frauen und Mädchen seit Beginn der Corona-Pandemie stark zu. “UN Women” spricht sogar von einer ‘Schattenpandemie’. Unter dem Hashtag #orangetheworld starten diese heute eine 16-tägige Kampagne, um auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. Auf der Website können direkt Social Media-Vorlagen heruntergeladen werden.

Neben internationalen Projekten gibt es heute auch viel Aktionen in Deutschland, z.B. durch die Gleichstellungsbüros der Hochschulen, bei denen über Gewalt gegen Frauen aufgeklärt wird, Handlungsempfehlungen ausgepsrochen und Hilfsangebote aufgezeigt werden.

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