Elliot Pages inspirierende Reise der Selbstbestimmung

Elliot Page Pageboy Buch

Heute möchten wir dir das Buch „Pageboy“ von Elliot Page vorstellen. Elliot Page, früher bekannt als Schauspielerin Ellen Page, teilt in seiner bewegenden Autobiografie seine Erfahrungen mit dem Kampf um Selbstbestimmung und seinem Coming-out als trans Mann.

Elliot Page ist vielen von uns als Filmstar bekannt, der mit 20 Jahren für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert war und auf den Covern renommierter Magazine wie Time und Esquire zu sehen war. Doch hinter dieser öffentlichen Person verbirgt sich viel mehr.

In „Pageboy“ reflektiert Elliot Page über den Schmerz, den er empfand, als er sich selbst und seinem eigenen Leben so wenig Bedeutung beimessen konnte. Bereits als Kind fühlte er sich unwohl in seiner eigenen Existenz und erinnert sich daran, wie er sich selbst verletzte, um den Anblick im Spiegel zu ertragen. In seinem Buch beschreibt er, wie er während seiner Kindheit und Jugend aufgrund seiner queerer Identität gemobbt und gejagt wurde, selbst wenn er zu dieser Zeit noch als Mädchen angesprochen wurde. Diese erschütternden Erlebnisse verdeutlichen den enormen Druck, unter dem queere Menschen selbst in vermeintlich aufgeklärten Gesellschaften stehen.

Vergänglichkeit und Schmerz sind zentrale Themen dieser Autobiografie, und es ist oft schwer vorstellbar, wie sich diese Aspekte mit der öffentlichen Person Elliot Page vereinbaren lassen. Während Elliot als Ellen, nach dem großen Erfolg in der Rolle der schwangeren Teenagerin Juno, über Nacht berühmt wird, leidet der Mensch Elliot Page so sehr, dass er sich am liebsten nicht mehr am Leben erhalten möchte. Er beschreibt seine inneren Kämpfe und den Druck, sich ständig verleugnen zu müssen, um den Erwartungen der Filmindustrie gerecht zu werden. Doch während er nach außen hin die Erwartungen erfüllt, lebt er im Verborgenen seine eigene Fantasie aus, in der er ein Junge sein darf, der seine wahre Identität ausleben kann.

Elliot Page beschreibt diese Sehnsüchte und Gefühle sehr detailliert. Manchmal verliert er sich in den Details, vor allem wenn es um Episoden aus seiner Kindheit geht, bei denen er versucht, jedes kleinste Detail einzufangen. Obwohl diese Erzählungen zu den verschlungenen Pfaden gehören, die Elliot gehen musste, um sich mit 33 Jahren für die geschlechtsumwandelnden Operationen zu entscheiden, könnten sie aus Leser_innen-Sicht etwas ausführlicher sein.

Besonders eindrücklich wird die Geschichte, wenn Elliot Page von den schmerzhaften Erfahrungen seines schrittweisen Coming-outs erzählt. Er beschreibt beispielsweise den Schock, als ein Klatschblatt während der Premiere von „Juno“ in großen Lettern titelt: „IST ELLEN PAGE LESBISCH?“ Je größer sein Erfolg wurde, desto unerbittlicher wurde die Botschaft aus Hollywood: Niemand durfte wissen, dass Ellen Page queer war, sonst würden alle Möglichkeiten zunichte gemacht. Im Jahr 2014 outete er sich schließlich als lesbisch und erfuhr noch mehr Hass und Unverständnis. Elliot Page beschreibt, wie Queerness in Hollywood je nach Bedarf entweder unter den Teppich gekehrt oder für vermeintliche Fortschrittlichkeit gefeiert wird.

„Pageboy“ ist ein wichtiges Buch, nicht nur, um die Scheinheiligkeit und sexistischen Machtstrukturen der Filmbranche aufzudecken, die wenig überraschend sind. Was Elliot Pages Erzählung einzigartig macht, ist die Vielfalt der Blickwinkel, die in einer Person vereint sind: die eines unterdrückten jungen Mädchens, einer lesbischen Frau vor und nach ihrem Coming-out, einer trans Person und eines Mannes, der es geschafft hat, sich selbst nach existenziellen Zweifeln zu finden, sich selbst zu lieben und einfach in dieser Welt sein zu wollen. Es ist wichtig, dass solche Perspektiven erzählt werden, sei es in Büchern oder Filmen.

 

Quellen:

https://www.buecher.de/shop/erotik/pageboy/page-elliot/products_products/detail/prod_id/66204129/#reviews-more

https://www.perlentaucher.de/buch/elliot-page/pageboy.html

https://www.tz.de/stars/pageboy-der-schwierige-weg-des-elliot-page-zr-92326025.html

https://www.rnd.de/promis/elliot-page-und-hollywoods-doppelmoral-4OHMEGIIWJEJNOVU65XL2AEI64.html

Autorin:

Corinna Hardtke

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