Filme über berühmte Frauen: Warum nur Vornamen?

Kino Schild im Dunkeln

Warum werden berühmte Frauen so oft beim Vornamen genannt?

„Gehen Sie noch regelmäßig ins Kino?“ fragt die österreichische Zeitung Der Standard aktuell online. Die letzten beiden Jahre der Pandemie haben den Filmtheatern schwer zugesetzt; viele ehemalige Stammgäste sind auf Streaming-Dienste ausgewichen. Open-Air-Angebote, Sonderveranstaltungen und Festivals sollen nun den klassischen Kinobesuch wieder attraktiver machen.

Beliebt sind dabei oft sogenannte Biopics, also verfilmte Lebenswege realer Personen. Die Künstlerin Frida Kahlo oder die Schriftstellerin Astrid Lindgren gehören zu den berühmten Frauen, deren Leben in den letzten Jahren zu Kinofilmen wurden. Eines fiel der Kulturjournalistin Julia Meyer-Brehm dabei allerdings auf: Warum werden Künstlerinnen im Filmtitel so oft nur beim Vornamen genannt? „Frida“ und „Astrid“ in diesen Fällen. Sind Künstler dagegen männlich, heißen die Filme „Pollock“ oder „Klimt“- und eben nicht „Jackson“ oder „Gustav“!

Zufall? Wohl kaum. Laut Meyer-Brehm bringt diese unterschiedliche Behandlung mit sich, dass die Frauen in diesen Filmen vom Kinopublikum eher auf Augenhöhe wahrgenommen werden, während wir zu den Männern bewundernd aufschauen. Achten Sie bei Ihrem nächsten Kinobesuch einmal darauf… und wie ist es bei Anna-Lena?

 

Quellen:

https://www.derstandard.de/story/2000135454262/gehen-sie-noch-regelmaessig-ins-kino (zuletzt abgerufen am 09.05.2022)

https://beige.de/artikel/kultur-kunst-feminismus-name-kuenstlerinnen-vorname-nachname (zuletzt abgerufen am 09.05.2022)

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