Frauenbands auf Festivals: Die Booker*innen sind gefragt

Frau spielt Gitarre schwarz-weiß

Mehr Frauenbands auf Festivals: Veränderung ist möglich!

Unmut löste eine Veranstaltung in Stuttgart zum Landesjubiläum aus: Baden fehlte. Dazu hatten unter anderem der Landtag, die Landeszentrale für politische Bildung und der Schwäbische Heimatbund eingeladen. Baden reagierte verstimmt, von einer notwendigen „Badenerquote“ war die Rede.

Wie sieht es sonst aus? Spinnen wir den Gedanken weiter – was ist mit der Verteilung der Geschlechter, zum Beispiel bei Musikfestivals? Immerhin steht ein Sommer vor der Türe, in dem Festivals wieder stattfinden werden. Festivaldirektorin Elke Kuhlen vom c/o pop in Köln findet deutliche Worte zum Thema Buchung von Frauen: „Man muss es einfach machen“, sagte sie der Süddeutschen Zeitung im Gespräch.

Und wie soll man es machen? Gleich viele Acts buchen, bei denen mindestens eine Frau dabei ist. Das war die Devise für sie. Kuhlen sieht – bei allem Verständnis für Festivals, die auf Headliner angewiesen sind – vor allem die Booker*innen  in der Verantwortung: Gerade im Mittelfeld zwischen Headlinern und Newcomern sei durchaus noch mehr Vielfalt möglich.

Übrigens führte die selbst gewählte Vorgabe bei Kuhlen keineswegs dazu, dass tolle männliche Bands herausfielen, wie manche Kritiker befürchten. Laut der Veranstalterin ergab sich, kaum dass die Vorgabe im Kopf war, die Verteilung fast wie zufällig. Fragen wir also aktiv nach- Veränderung ist möglich!

 

Quellen:

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.70-jahre-baden-wuerttemberg-schwaben-first-beim-landesjubilaeum-badener-sind-verstimmt.104692cc-942f-4d2a-9cb3-33158fcd5dfa.html (zuletzt abgerufen am 04.05.2022)

https://www.sueddeutsche.de/kultur/gleichberechtigung-frauen-auf-festivals-c-c-pop-1.5568562?reduced=true (zuletzt abgerufen am 04.05.2022)

1 Kommentar zu „Frauenbands auf Festivals: Die Booker*innen sind gefragt“

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