Finanzberatung für Frauen: Super! Oder?

Frau mit Geldbeutel Sparschwein Kreditkarte

Finanzberatung extra für Frauen: Lohnt sich das?

Geld regiert die Welt, so heißt es- Frauen halten sich allerdings von diesem Thema öfter fern. Sie investieren seltener an der Börse, verdienen durchschnittlich weniger Geld. Sie verfügen über weniger Vermögen und können daher auch nicht so risikofreudig agieren wie Männer. Teils mag dies an der immer noch unterschiedlichen Erziehung von Mädchen liegen – sie erhalten beispielsweise durchschnittlich weniger Taschengeld. Teils an weiblichen Lebensläufen, die immer noch oft berufliche Pausen oder Reduzierung enthalten. Als Lösung dafür werden immer mehr Angebote im Bereich Finanzen angepriesen, die speziell auf Frauen ausgelegt sind. Aber ist das nötig? Und vor allem: Ist es gut?

Zahlreiche Bücher, Blogger*innen und Expert*innen wenden sich mit ihren Angeboten und Produkten speziell an Frauen. Es lohnt sich definitiv für alle, sich zu diesem Thema fit zu machen. Auch weil 80% der Finanzberater männlich sind und Frauen daher Studien zufolge im Schnitt tatsächlich schlechter beraten werden. Oft ist daher eine Finanzberaterin wirklich eine gute Idee.

Allerdings gibt es auch viele Angebote in diesem Bereich, die nicht nur positiv gesehen werden können. Judith Henke gibt in einem kritischen Artikel in der WELT Online zu bedenken, dass eine Finanzberatung, die mehrere Tausend Euro kostet, für viele Frauen überhaupt nicht in Frage kommt. Auch die Modelle und Finanztipps anderer Anbieter*innen werden teils aus sehr  privilegierten Positionen heraus berechnet: Die Summen, die dort zum Sparen vorgesehen werden, sind für viele schlicht undenkbar. Finanzberatung für Frauen? Ja, bitte- aber dann auch für die Lebensrealität von allen.

Quellen:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/frauen-geldanlage-aktienanlage-101.html  (zuletzt abgerufen am 02.03.2022)

https://www.hermoney.de  (zuletzt abgerufen am 14.3.2022)

https://madamemoneypenny.de (zuletzt abgerufen am 14.3.2022)

https://www.welt.de/wirtschaft/article237448411/Die-Netz-Checkerin-Wenn-die-feministische-Finanzberatung-mehr-als-ein-Monatsgehalt-kostet.html (zuletzt abgerufen am 14.03.2022)

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